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Santorin im Winter:
Geologische Wanderstudienreise auf Santorin, Griechenland

Termin / Preis:

Siehe VolcanoDiscovery!
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Schwierigkeitsgrad: mittel

Komfortniveau: hoch

Oia, Santorin an einem schönen Wintertag

Geologie - Vulkanismus - Archäologie - Geschichte - Kultur



Einführung:

Vorab: Im Winter kann Santorin rauh und abweisend sein, aber die atemberaubende Schönheit der Insel kommt dann am besten zum Vorschein.
Das Wetter
ist in der Ägäis im Winter (ca. Nov.-März) sehr wechselhaft und kann zwischen nass-kalt-stürmisch und warm-sonnig-glasklar schwanken. Temperaturen gehen nur selten unter 10-15 Grad, allerdings können Wind und Regen sehr heftig sein; dafür wird man oft mit milden, bis zu 20-25 Grad warmen Tagen belohnt, bei denen die Fernsicht a
ufs Meer und die Farben von Santorin spektakulär sein können. Man kann oft sogar noch baden gehen,- v.a. wenn man sommerliche Nordseetemperaturen gewöhnt ist. ;-). Es besteht eine gute Chance, während einer Woche auf Santorin ein breites Spektrum an Wetterlagen kennenzulernen. Trotz oder vielleicht gerade deswegen und weil Touristen und Rummel zu dieser Zeit völlig fehlen, bietet sich die Insel auch im Winter als interessantes Reiseziel zum Wandern und Erkunden an.

Die Wintertour auf Santorin hat in etwa das gleiche Programm wie sonst im Sommer,- solange das Wetter (bei entsprechender Kleidung) zum Wandern geegnet ist. Sollte es zum Wandern einmal zu schlecht sein, werden wir die Insel mit Mietwagen/Taxi/Bus und zu Fuß auf kürzeren Touren erkunden.

Programm:
(als Beispiel!)

1. Tag
Anflug von Athen mit regionaler Airline und Transfer zum Hotel, abends gemeinsames Abendessen in einer Taverne.

2. Tag
Fahrt zu einem verlassenen Bimssteinbruch am spektakulären Kraterrand. Hier sind prähistorische Siedlungsreste, verschiedene vulkanische Ablagerungen, u.a. die gewaltige Schicht des vor rund 4000 Jahren abgelagerten Minoischen Tuffs, und dramatische Ausblicke auf die Caldera zu bestaunen. Holzkohlefunde in vulkanischen Gesteinen als Möglichkeit zur Altersdatierung. Wanderung und Abstieg (ca. 2 Std. insges.) in eine abgelegene Bucht an der Innenseite der Kaldera, dabei Durchquerung der typischen vulkanischen Gesteinsfolge Santorin, vom jüngsten bis zum rund 500,000 Jahre alten Vulkangestein und schließlich dem noch viel älteren nicht-vulkanischen Untergrund. Ausgedehnte Mittagspause am Meer, Gelegenheit zur Mineraliensuche im nicht-vulkanischen Untergrundsgestein aus gefalteten Schiefern. Rückkehr zu Fuß und per Bus zurück zum Hotel am frühen Nachmittag.

Wanderpause Warme Eisenquellen auf Nea Kameni

3. Tag
Besuch der weltbrühmten minoischen Ausgrabungen in der Nähe des Dorfs Akrotiri auf der Südhalbinsel: Um 1650 v. Chr. wurde hier eine hochentwickelte Stadt der Bronzezeit von den Bimsstein- und Aschemengen des großen Minoischen Vulkanausbruchs begraben,- ähnlich wie rund 2000 Jahre später Pompeii am Vesuv. Danach kurze Wanderung zu einem von der Erosion aufgeschnitten Vulkankegel an einem schönen Strand. Mittags, Fahrt mit dem Bus nach Fira und dort Besichtigung des neuen und sehr sehenswerten archäologischen Museums. Mittagspause zur freien Verfügung. Danach leichte Wanderung am spektakulären, über 300 Meter hohen Steilrand der nördlichen Kaldera entlang bis zum Skarosfelsen, auf dem im Mittelalter eine Festung, sogar eine ganze Stadt stand (ca. 1 Stunde Wanderzeit von Fira). Entstehung der Kaldera, Stromatolithen (fossile Algenkalke) u.a. als Beweise für das Vorhandensein einer früheren Kaldera. Rest des Nachmittags zur freien Verfügung, fakultativ Wanderung (ca. 2-3 Stunden, ca. 8 km) bis nach Oia zum Sonnenuntergang und Abendessen in einem hervorragenden einheimischen familienbetriebenen Restaurant.

4. Tag
Tagesausflug mit privatem oder öffentlichen Verkehrsmitteln (Minibus, Taxi, lokale Busse). Das Programm beginnt einer Busfahrt zum im Winter verlassenen Strandort Perissa und dem Aufstieg (ca. 1 Std.) zur antiken Akropolis Alt-Thera, die um 1900 von dem deutschen Baron Hillert v. Gaertringen ausgegraben wurde. Wundebare Ausblicke, zahlreiche interessante Karsterscheinungen, sowie spektakuläre Verwerfungen, die das Entstehen der Ägäis vor Augen führen, kennzeichnen den Weg dorthin. Abstieg/kurze Wanderung (ca. 30 min.) zum schwarzen Strand des Badeorts Kamari, über den alten antiken Weg,- vorbei an einer Karsthöhle mit Quelle und einer wunderschön gelegenen kleinen Kapelle. In Kamari Mittagspause in einer Taverne.
Nachmittags Busfahrt zur mittelalterlichen Ortschaft Pirgos und seinem noch weitgehend erhaltenen Kastell aus venezianischer Zeit. Von Pirgos Wanderung (ca. 1 Std.) über alte Weinfelder zum schönen Taldorf Megalochori und zu einem Aussichtspunkt an der Caldera. Nachmittags evt. Weinprobe im Dorf und Rückfahrt per Bus nach Fira oder Abendessen in Megalochori.

Cliffs von Thera Schwefelkristalle im aktiven Georgios Krater auf Nea Kameni Vulkanische Bimssteinbombe auf Nea Kameni

5. Tag
Tagesausflug auf der Akrotiri-Halbinsel, deren Kern aus ehemaligen kleinen Inselchen besteht, die die ältestes vulkanischen Gebilde von Santorin sind. Busfahrt ins Dorf Akrotiri und von dort Tageswanderung (ca. 4-6 Std. insges.) Dabei kommen wir an einer Kuppe mit toller Aussicht vorbei, wo man Meeresfossilien als Beweis der Heraushebung von Meeresboden durch aufdrängendes Magma (Lavadome) findet. Weiter führt der Weg durch die  landschaftlich sehr abwechslungsreichen Gegend u.a. zu einer spektakulären zerklüfteten Steilküste aus alten, stark verwitterten Lavaformationen. Mittagessen in einer schön gelegenen familiengeführten Fischtaverne mit hervorragender Santoriner Küche.
Zum Abschluss Besuch des Leuchtturms, der äußersten Spitze Santorins mit wunderbaren Ausblicken über Aspronisi und Therasia. Fossile Schwämme in herausgehobenen Meeressedimenten. Verwerfungen in den alten vulkanischen Lagen als Hinweis auf starke lokale vulkan-bedingte (?) tektonische Tätigkeit. Am späten Nachmittag Rücktransfer zum Hotel.

6. Tag
Ganztägige Bootsfahrt auf eigenem Boot innerhalb der Kaldera. Besuch der jungen Vulkaninseln Nea Kameni und Palea Kameni sowie mit einer versteckt gelegenen warmen Eisenthermalquelle (Badepause !). Historische Ausbruchskrater, Lavaströme, Lavadome, Fumarolen, beeindrucksvolle Brotkrustenbomben, vlukanische Zerrspalten, sowie ein grüner Kratersee. Mittagspause im Hafen von Therasia, an Bord oder auf einer der Vulkaninseln (Picknick mit Wein). Rückfahrt am späten Nachmittag als Rundfahrt sehr nah an den steilen inneren Kalderawänden entlang,- sicherlich ein unvergesslicher Höhepunkt.

7. Tag
Tag zur freien Verfügung oder fakultativ Ausflug nach Absprache. Abends gemeinsames Abendessen in einer gemütlichen Taverne.

8. Tag
Rückflug nach Athen (falls gewünscht auch zu einem anderen Termin) - diese Tour kann ideal mit der darauffolgenden Tour auf Methana kombiniert werden.

(Die Reihenfolge der Tage und die Wanderrouten können im Einzelfall vertauscht oder leicht variiert werden).

Wanderung auf den Profitis Ilias Fumarolen am Krater von Nea Kameni Wanderweg durch den Bimssteintuff

Preis: Auf Anfrage!
(4-10 Teilnehmer)

Im Preis enthalten:

- 7 Übernachtungen im DZ mit Bad mit reichhaltigem Frühstück
(Einzelzimmerzuschlag: 200,-Euro)
- Halbpension (Abendessen inkl. Getränke im von uns vorgegebenen Rahmen)
- Anflug von und nach Athen
- Alle nötigen Transfers mit Bus, Boot oder Taxi laut Programm
- 1 ganztägige Bootsfahrt (wetterabhängig)
- Weinprobe und Eintrittsgelder
- Begleitmaterial
- Fachkundige deutsch-, englisch und griechischsprachige Reiseleitung 

Nicht im Preis enthalten:

- Anreise nach Athen
- Zusätzliche Mahlzeiten und Getränke

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*Kombinationsrabatt:

Wird diese Reise in Kombination mit der anschließenden Tour Wandern auf Methana gebucht, werden 5% Nachlass auf den Gesamtpreis gegeben.

Individuelle Programme:

Für komplette Gruppen oder interessierte Einzelpersonen kann diese Tour, auch in veränderter Form (z.B. auch als fachlich angelegte Geologieexkursion), zu anderen Terminen angeboten werden. Bei Interesse bitte ich Sie, persönlich mit mir Kontakt aufzunehmen: tpfeiffer@decadevolcano.net


Wanderweg durch den Bimssteintuff Spektakuläre Küsten

Zusätzliche Informationen:

Fexible Programmgestaltung:
Je nach Wetter, dem Zustand der Wanderwege, besonderen Ereignissen oder sonstigen Bedingungen kann es dazu kommen, dass Teile des Programms geändert, gegeneinander vertauscht, gekürzt oder ausgedehnt werden. Erfahrungsgemäß ist dies im Interesse von allen und kann erst vor Ort entschieden werden. Dadurch kommt es dazu, dass sich oft interessante Ergänzungen oder Variante ergeben, die nicht geplant sind. Da es für mich ohnehin sehr wichtig ist, keine Routinetouren durchzuführen, ergibt es sich von selbst, dass jede Tour einen etwas anderen Verlauf nimmt.

Anreise nach Santorin:
Die Anreise erfolgt privat, damit jeder seinen Urlaub möglichst flexibel gestalten und günstige Angebote nutzen kann. Von den meisten Flughäfen gibt es ab Mai i.d.R. Direktflüge nach Santorin (Preis ca. 3-400 €). Bei rechtzeitiger Buchung ist Olympic Airways mit Tarifen um 200-300 € unschlagbar. Auf Wunsch kann bei der Flugbuchung geholfen werden. Wer von Athen oder anderen Inseln anreisen möchte, kann günstig und problemlos mit der Fähre nach Santorin kommen (tägliche Verbindungen). Auskünfte zu Abfahrtszeiten und -orten werden auf Anfrage gerne gegeben.

Unterkunft:
Im Winter sind nur sehr wenige Hotels auf Santorin offen. Um besten Komfort zu gewährleisten, ist die Unterkunft im Winter z.B. in dem anspruchvollen Loucas Hotel in der Hauptstadt Fira, das allen erforderlichen Service (v.a. Heizung etc.) bietet. Im Winter ist sogar Fira noch ruhig und intim. Außerdem ist seine Lage und Infrastruktur (Bus, Taxi, Geschäfte, Cafes etc.) dann der beste Ausgangspunkt für Exkursionen.

 

Vorausgehende/ Anschlusstage:
Es ist v.a. bei rechtzeitigem Bekanntgeben kein Problem, früher anzureisen oder länger zu bleiben. Santorin und die anderen Kyklandeninseln, aber auch Kreta und das griechische Festland laden geradezu dazu ein, länger zu bleiben. Extratage auf Santorin können ohne Probleme in der selben Pension mitgebucht werden gebucht werden. Ebenso werden gerne Tips und Links für einen verlängerten Aufenthalt gegeben.

Ausrüstung:
Feste(!) Schuhe, Sonnenschutz, Tagesrucksack, leichte Kleidung, Windschutz, Pullover/Jacke für abends, Kopfbedeckung.

Schwierigkeitsgrad:
Normal gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind genügende Voraussetzungen, um an allen Wanderungen teilnahmen zu können. Das Alter spielt dabei keine große Rolle, bisherige Teilnehmer kamen aus dem Spektrum von 18-70 Jahren. Gewisse Grunderfahrungen im Gebirgswandern sind selbstverständlich eine große Hilfe. Gemessen an  alpinen Standards haben die Wanderungen den Schwierigkeitsgrad leicht bis mittel, wobei jedoch mit einzelnen wenigen (für ungeübte Wanderer) anspruchsvolleren Passagen gerechnet werden sollte, bei denen Hilfestellung gegeben werden kann.

Zum großen Teil handelt es sich bei den Wegen um steinige, aber teilweise auch geröllige oder sandige uralte Maultierpfade; es geht ab und zu auch querfeldein durch niedriges Buschwerk, oder über grobes Geröll hinweg, und es kommen evt. auf einer der Wanderungen auch kürzere steile Strecken zum Ab- und Aufstieg vor. Echtes Klettern (d.h. Zuhilfenahme von Händen beim Gehen) ist nicht erforderlich. Für ungeübtere Wanderer sind Wanderstöcke sehr ratsam.

Die folgenden Angaben dienen dazu, eine Vorstellung vom maximalen Wanderaufwand zu geben:

1. Wanderung: Strecke ca. 8 km, Aufstieg insgesamt ca. 150 m.
2. Wanderung: Strecke ca. 10-15 (je nach Wetter und Gruppe, inkl. fakultative Erweiterung: ca 20 km), Aufstieg insgesamt ca. 200 m.
3. Wanderung: Strecke ca. 10 km, Aufstieg insgesamt ca. 100 m.
4. Wanderung (Bootsfahrt zu den Vulkaninseln): ca. 2 km, Aufstieg ca. 150 m.
5. Wanderung: Strecke ca. 10-12km (bis ca. 20 km inklusive fakultativer Erweiterung), Aufstieg insgesamt ca. 400 m.

Es ist zu beachten, dass das Wanderprogramm sehr flexibel ist, d.h. auf gemeinsamen Beschluss können einzelne Wanderungen abgekürzt, verändert oder verlängert werden. Außerdem ist es in der Regel für einzelne Teilnehmer möglich, nur an Teilen der Wanderungen teilzunehmen oder z.B. die anstrengensten Teile einer Tour entlang einer Straße zu Fuß oder mit Hilfe von Bus oder Taxi abzukürzen, um später wieder an einem verabredeten Treffpunkt zur Gruppe zu stoßen.
Wenn Sie zu diesem Thema Zweifel oder Fragen haben, wenden Sie sich jedoch am besten direkt an mich - ich kann Ihnen dann sicherlich weiterhelfen, evt. auch durch Kontaktbermittlung zu bisherigen Teilnehmern.

Lesetip: "Feuer im Meer"
-von Prof. Walter Friedrich, das mit Abstand beste Buch zur Naturgeschichte Santorins, wissenschaftlich genau, persönlich geschrieben und für Leien verständlich. Dass ich mit Walter aus Santorin gearbeitet habe, kommt wohl in meiner Tour zum Ausdruck. Bisherige Teilnehmer haben bestätigt, dass man das Buch als ideale mentale Vorbereitung für meine Tour benutzen kann.


- Anmeldung / Kontaktinformation -

Wollen Sie sich für eine Tour anmelden (bzw. nach freien Plätzen anfragen) oder haben zu einem Thema mehr Fragen, wenden Sie sich bitte direkt an mich:

Tom Pfeiffer, volcanologist - your field guide

Dr. Tom Pfeiffer, Vulkanologe
- Faszination Vulkan Reisen /
  Volcano Discovery Tours -
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Email: tpfeiffer@decadevolcano.net
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© Tom Pfeiffer, letzte Änderung am 26 August 2008.